Forderungen zur Kommunalwahl

Wir müssen dem Antrag der AfD im Stadtrat vehement widersprechen, welche die Forderungen der LGBTQ* als unnötig klassifiziert haben. Sie nennen zwar teilweise richtige Sachverhalte, verdrehen aber Ursache und Wirkung. Es stimmt, dass viele Menschen im queeren Bereich suizid gefährdet sind. Jedoch nicht, weil sie queer sind, sondern weil sie wegen ihrer Sexualität in der Gesellschaft Ablehnung und Anfeindung erleben. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, diesen Leuten mit städtischen Angeboten den Rücken zu stärken. Es geht hier immerhin um das Leben und psychische Wohlergehen unserer MitbürgerInnen, Söhne, Töchter, Brüder und Schwestern. 

Forderungen

Wir fordern daher eine städtische Koordinierungs- und Beratungsstelle in Vollzeit. Diese Stelle soll auf neutralem Boden in einem queeren Zentrum angesiedelt werden. Wichtig ist hierbei, dass die Räumlichkeiten des Büros bspw. durch ein Cafe eine gewisse Aufenthaltsqualität erhalten. So soll eine attraktive Anlauf- und Beratungsstelle für queere Menschen in Ingolstadt geschaffen werden, die so auch eine Funktion als geschützter Raum für Betroffene einnehmen kann. Die in diesem Zentrum angesiedelte Koordinierungsstelle soll dabei folgende Aufgaben wahrnehmen: 

– Beratung für queere Menschen (und ggf. deren Eltern)

– Aufklärungsarbeit und Sensibilisierung an Schulen

– Schulung städtischer Fachkräfte 

– Allgemein Öffentlichkeitsarbeit

– Queere Initiativen und Vereine vernetzen

– Sichtbarkeit der Berartungs- und Vernetzungsangebote sicherstellen (Schulen, 

Asylunterkünfte, Städtische Stellen, Jugendzentren, Stadtteiltreffs) 

– Gründung, Unterstützung und Vernetzung queerer Initiativen 

Hilfe leisten!

Desweiteren weisen wir deutlich auf die Notlage queerer Personen hin, die teilweise auch in Ingolstadt in einem homophoben Umfeld gefangen sind. Entweder durch familiäre Umstände oder der Wohnsituation in Unterkünften für Geflohene. Um die akute Notlage dieser Personen zu verbessern, die nicht selten von ihrem Umfeld angefeindet und bedroht werden, fordern wir zusätzlich eine queere Nothilfe WG, ähnlich einem Frauenhaus. 

Freitag, 27.09.2019

Kommunalpolitische Forderungen des Aktionsbündnis für einen CSD in Ingolstadt

1. Zum Änderungsantrag der AFD vom 23.09.2019 (VO728/19)

Wir müssen dem Änderungsantrag des AFD – Stadtratmitgliedes Ulrich Bannert vehement widersprechen. Er nennt zwar teilweise richtige Sachverhalte, verdreht aber Ursache und Wirkung. Es stimmt, dass viele Menschen im queeren Bereich suizid gefährdet sind. Jedoch nicht, weil sie queer sind, sondern weil sie wegen ihrer Sexualität in der Gesellschaft Ablehnung und Anfeindung erleben. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, diesen Leuten mit städtischen Angeboten den Rücken zu stärken. Es geht hier immerhin um das Leben und psychische Wohlergehen unserer MitbürgerInnen, Söhne, Töchter, Brüder und Schwestern.

2. Forderungen an die Ingolstädter Kommunalpolitiker

Wir fordern daher eine städtische Koordinierungs- und Beratungsstelle in Vollzeit. Diese Stelle soll in einem neu zu schaffenden queeren Zentrum (nicht im Rathaus) angesiedelt werden. Wichtig ist hierbei, dass die Räumlichkeiten des Büros bspw. durch ein Cafe eine gewisse Aufenthaltsqualität erhalten. Außerdem sollen sich auch queere Vereine und Gruppen dort treffen können. So soll eine attraktive Anlauf- und Beratungsstelle für queere Menschen in Ingolstadt geschaffen werden, die so auch eine Funktion als geschützter Raum für Betroffene einnehmen kann. Die in diesem Zentrum angesiedelte Koordinierungsstelle soll dabei folgende Aufgaben wahrnehmen: 

–    Beratung für queere Menschen (und ggf. deren Eltern)

–    Aufklärungsarbeit und Sensibilisierung an Schulen (z.B. Kontakt zu Beratungslehrkräften)

–    Schulung städtischer Fachkräfte 

–    Öffentlichkeitsarbeit im Bereich queer

–    Vernetzung queerer Initiativen und Vereine

–    Sichtbarkeit der Beratungs- und Vernetzungsangebote sicherstellen (Schulen,  Asylunterkünfte, städtische Stellen, Jugendzentren, Stadtteiltreffs) 

–    Gründung, Unterstützung und Vernetzung queerer Initiativen 

Beispiele für queere Zentren sind unter Anderem in

Darmstadt(http://www.vielbunt.org/queeres-zentrum-darmstadt/),

Hannover (https://www.queeres-zentrum.de/kontakt/)

oder Göttingen (https://queeres-zentrum-goettingen.de/de/das-zentrum/)

zu finden.

Des Weiteren weisen wir deutlich auf die Notlage queerer Personen hin, die teilweise auch in Ingolstadt in einem homophoben Umfeld gefangen sind. Entweder durch familiäre Umstände oder der Wohnsituation in Unterkünften für Geflohene. Um die akute Notlage dieser Personen zu verbessern, die nicht selten von ihrem Umfeld angefeindet und bedroht werden, fordern wir zusätzlich eine queere Nothilfe WG, ähnlich einem Frauenhaus. 

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